Silikone, Sulfate und Parabene in Haarprodukten: Wie schädlich sind sie wirklich?

Der Trend in der Haarindustrie tendiert definitiv zu natürlichen Inhaltsstoffen. Doch wie schädlich sind Silikone, Sulfate und Parabene wirklich? Ich habe für dich recherchiert.

Bei der Fülle an Haarprodukten, die uns zur Auswahl stehen, ist es nicht einfach, ein ideales Produkt zu finden. Ähnlich wie bei der Ernährung hören wir immer öfters von schlechten und schädlichen Inhaltsstoffen, die es zu vermeiden gilt. Auch ich als Profi blicke da manchmal echt nicht mehr durch. Schön ist es, dass es inzwischen zahlreiche Firmen gibt, die komplett auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten und Haut und Haar sanft und ohne Risiko pflegen. Da in meinem heutigen Post eine geballte Ladung Chemie auf dich zukommt, möchte ich als kleinen Einstieg zuerst einige Marken vorstellen, die komplett oder grösstenteils ohne die hier genannten Schadstoffe auskommen. Viele der Produkte habe ich bereits ausprobiert und ich kann sie wirklich sehr empfehlen.

So wenig wie möglich schädliche Inhaltsstoffe enthalten die folgenden Marken:

– Philip Martins

– ORIBE

– GROWN ALCHEMIST

– R+CO

Wie schädlich sind Silikone für Haut und Haar?

Silikone sind sehr umstritten, weshalb auf vielen Shampoo’s inzwischen „ohne Silikone“ steht. Silikone sind für Haut und Haar nicht oder nur wenig schädlich, sondern vor allem für die Umwelt. Silikone besitzen jedoch auch keine oder kaum pflegenden Eigenschaften. Sie geben den Haaren Glanz indem sie sich um das Haar legen, verkleben mit der Zeit und machen die Haare kaputt.

Doch ACHTUNG: Nicht alle Silikone sind schlecht. Es gibt wasserlöslich Silikone und nicht wasserlösliche. Wasserlösliche Silikone sind für die Umwelt kaum schädlich und werden zum Beispiel in professionellen Farbshampoos verwendet, um die Farbe im Haar zu behalten.

Wasserunlösliche Silikone sind einfach schrecklich und sollten bestmöglich vermieden werden. Leider ist dies nicht immer einfach, da auch viele Trendprodukte für die Haarpflege noch immer wasserunlösliche Silikone enthalten.

Wasserlöslich: Dimethicone Copolyo, Cetrimonium Chloride, Dimethicone Copolyol, Hydrolyzed Wheat Protein, Hydroxypropyl, Polysiloxane, Lauryl methicone copolyol, Tridecveth-12

Nicht wasserlöslich: Cetearyl methicone, Cetyl Dimethicone, Cyclopeentasiloxane, Dimethicone, Dimethiconol, Stearyl Dimethicone, Trimethylsilylamodimethicone, Phenyl Trimethicone,Cyclomethicone, Dioleyl Tocopheryl Methylilanol, Ascoryl Methylsilanol Pectinate, Cyclohexasiloxane*

*Quelle Wikipedia

Meine silikonfreien Lieblingsshampoos

     

Parabene – Krebs durch einen Konservierungsstoff?

Auch parabenfreie Haarprodukte sind immer häufiger erhältlich. Doch was sind Parabene eigentlich? Und wozu werden sie Haarprodukten beigemischt? Parabene sind ein Konservierungsstoff, ohne das unsere Shampoos nach kurzer Zeit schimmlig werden würden. Parabene hemmen also das Wachstum von Bakterien und Pilzen und verlängern die Haltbarkeit der Haarprodukte.

Doch was ist nun schlecht an Parabenen? Leider wurden sie bisher noch nicht ausreichend erforscht, doch sie stehen in Verdacht, Krebs zu erregen. Zudem reagieren viele allergisch auf diesen Inhaltsstoff, bekommen davon Rötungen und Ausschläge.

Wenn du also empfindliche Haut hast, solltest du auf Parabene verzichten. Es gibt inzwischen gute Alternativen auf dem Markt. Die wohl beste Alternative sind sterile Verschlüsse.

Meine parabenfreien Lieblingsprodukte

       

Mineralöle oder Paraffine – die dreckigen Öle der Kosmetikindustrie

Mineralöle sind wirklich etwas Schreckliches. Sie sind vor allem in der Kosmetikindustrie ein Problem. Die billigen Öle verstecken sich unter dem Namen Paraffinum Liquidum in Pflegeprodukten, doch sie machen eigentlich alles andere als pflegen. Sie legen sich wie ein Film über die Haut und lassen diese im ersten Moment geschmeidig wirken. Doch eigentlich trocknen sie die Haut aus. In der Folge cremen wird immer wieder nach – wer kennt das Problem zum Beispiel bei den Lippenprodukten nicht?

Das Problem am Mineralöl: Nicht nur bieten sie unserer Haut überhaupt keinen Nutzen, Mineralöle trocknen die Haut langfristig aus und lasst sie schuppig werden. Zudem sind Mineralöle eine Erdölprodukt, dass ökologisch gesehen eine Katastrophe ist und die Umwelt ausbeutet. In Anbetracht der zahlreichen Alternativen muss ich sagen, dass ich Paraffine wirklich versuche zu vermeiden, was leider nicht immer einfach ist.

Tolle Alternativen sind zum Beispiel Bienen- oder Sojawachs, mit denen Öle angedickt werden können.

Meine Lieblingsprodukte ohne Mineralöl

     

Sulfate – viel Schaum bringt viel Schaden

Sulfate werden von den meisten von uns geliebt – sie bringen namlich die Schaumberge wahrend des Shampoonierens auf den Kopf. Doch leider ist viel Schaum weder für die Haare noch für die Kopfhaut gesund. Die Sulfate sind zu aggressiv und trockenen Haut und Haar aus.

Sulfate findest du fast in jedem Shampoo, meist unter Sodium Lauret Sulfat. Sie trocknen die Kopfhaut sowie auch die Haare aus. Haarfarben werden mit Sulfaten schneller ausgewaschen.

Sulfate sind vor allem in Shampoos enthalten. Wenn du ein Produkt ohne Sulfate findest, das deine Bedürfnisse abdeckt ist das ideal. Ansonsten rate ich dir, das Produkt sparsam zu verwenden und deine Haare nicht so oft zu waschen.

Meine Lieblingsprodukte ohne Sulfate

     

Hast du weitere Fragen zu Inhaltsstoffen? Dann schreibe mir eine Mail und ich beantworte dir die Frage gerne.

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